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Caritas stellt vier Leuchturmprojekte für neuen Freiwilligendienst

Vier Caritasprojekte in Bayern haben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Zuschlag für ein bundesweites Modellprojekt erhalten. Das Bamberger Freiwilligenzentrum CariThek, der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising, der Caritasverband Kempten-Oberallgäu und die Franziskus GmbH sollen die Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes aller Generationen ausloten. Das Projekt will vor allem älteren Menschen sowie Frauen und Männern in der Erwerbs- und in der Familienphase ein Engagement im Rahmen der Freiwilligendienste ermöglichen. Der Bund fördert 30 Projekte von 2009 bis 2012 mit jeweils 50.000 Euro pro Jahr.

Erfahren Sie mehr über den neuen Freiwilligendienst aller Generationen

 
Formen des Engagements  

Freiwilligendienst aller Generationen 

Interessante Aufgaben, klare zeitliche Absprachen und offen für Menschen jenseits der 20.

Diese Rahmenbedingungen bieten die Generationsübergreifenden Freiwilligendienste, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2005 als Modellprogramm initiiert hat. Bis 2008 sammelten unterschiedliche Organisationen, darunter auch der Deutsche Caritasverband, viele positive Erfahrungen mit dem Angebot. Diese fließen in das ebenfalls vom Familienministerium initiierte Nachfolgeprogramm Freiwilligendienste aller Generationen ein.

Die Fakten

  • Teilnehmer
    Angesprochen sind Personen, die in der Regel volljährig sind und für die der Freiwilligendienst nicht Hauptlebensmittelpunkt ist. Der Dienst kann auch parallel zu Beruf, Ausbildung oder Studium erbracht werden. Außerdem sind Personen angesprochen, die in ihrer aktuellen Lebenssituation viel Zeit zur Verfügung haben, die diese einbringen und gerne sinnvoll nutzen möchten.
  • Dauer
    Mindestens acht Stunden pro Woche für eine Dauer von einem halben Jahr. 
  • Aufgaben und Einsatzbereiche
    Ein Einsatzfeld wird zusammen mit dem oder der Interessierten nach deren Wünschen, Kompetenzen und Fähigkeiten gesucht.
    Zum Beispiel
    Kinder- und Jugendliche: Hausaufgabenbetreuung, Freizeitangebote.
    Ältere Menschen: Freizeitbeschäftigungen mit Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen und Unterstützung im Alltag
    Gruppen und Vereine: Planung, Organisation und Durchführung internationaler Jugendbegegnungen, Webdesign, Vorstandstätigkeiten, Sportangebote
    Menschen mit Behinderungen: Freizeitangebote, zum Beispiel im handwerklichen, musischen oder sportlichen Bereich
    Menschen mit Migrationshintergrund: Begleitung zu Ämtern und Behörden, Unterstützung beim Einleben in die neue Umgebung
    Kulturelle Projekte: Museumsführungen, Jugendtheater, Kinderzirkus
  • Anleitung
    In der Einsatzstelle gibt es Personen, die Sie in die Arbeit einführen. Diese sind in der Regel auch Ihre Ansprechpartner bei Fragen und Problemen.
  • Anforderungen
    Vorausgesetzt wird Interesse und die Bereitschaft sich über einen begrenzten Zeitraum freiwilig zu engagieren. Im Durchschnitt mindestens 8 Stunden pro Woche für ein halbes Jahr.
  • Leistungen
    Fahrtgeld, Materialbeschaffungen oder sonstige Auslagen, werden den Freiwilligen erstattet. In der Regel besteht Einbindung der Freiwilligen in die Dienstgemeinschaft am Einsatzort, und je nach Einsatzstelle können sie unter anderem an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen.
  • Vereinbarung
    In der schriftlichen Vereinbarung werden nach gegenseitiger Absprache zwischen dem Freiwilligen und der Einsatzstelle unter anderem der Beginn und das voraussichtliche Ende des Freiwilligendienstes festgelegt, dazu die beiderseitigen Aufgaben, der Aufwandsersatz oder gegebenenfalls ein Taschengeld und die Ansprechperson für den/die Freiwillige/n in der Einsatzstelle. Ein Muster einer Vereinbarung können Sie in den lokalen Beratungsstellen einsehen.
  • Beratung
    Die Beratungsstellen der Caritas stellen den Kontakt zwischen Freiwilligem und Einsatzstelle her. Der Interessierte vereinbart einen Termin mit der Einsatzstelle zum Kennenlernen. Gegebenenfalls wird ein Termin zum Hospitieren ausgemacht. Danach entscheiden beide Seiten, ob sie sich einen Einsatz vorstellen können.
    Weitere Auskünfte zu diesem Angebot gibt es bei der Engagement-Beratung der Caritas im Internet.
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