Corporate Social Responsibility
Immer mehr deutsche Unternehmen nehmen ihre soziale Verantwortung für die Gesellschaft wahr. Sie richten ihre strategischen Planungen am Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) aus.
Damit integrieren sie „auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern“. Diese Definition der Europäischen Kommission macht deutlich: Corporate Social Responsibility ist ein Konzept, das in die Unternehmensstrategie integriert wird und dort langfristig die Entscheidungsprozesse mitbestimmt. Es ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt und verknüpft ökonomische Grundsätze mit sozialen und ökologischen Belangen. Das drückt sich zum Beispiel in fairen Arbeitsbedingungen und im nachhaltigen Einsatz von Ressourcen aus.
Das Plus des sozialen Engagements
Das sozial-verantwortliche Handeln eines Unternehmens bringt ihm Vorteile gegenüber seinen Mitbewerbern. Kunden nehmen bei
entsprechender Öffentlichkeitsarbeit dieses Engagement wahr und bewerten es positiv. Das wirkt sich auf ihre Entscheidung
für oder die langfristige Bindung an das Unternehmen aus.
Auch bei der Suche nach Fachleuten ergeben sich Vorteile: Brands&Values legte 2007 eine Studie vor, nach der junge Führungskräfte bei ihrer Entscheidungsfindung das Verhalten künftiger Arbeitgeber
sehr genau untersuchen.
Verantwortung endet nicht am Werkstor – Corporate Citizenship
Die soziale Verantwortung eines Unternehmens endet nicht an den Werkstoren. Dies verdeutlicht der englische Begriff der Corporate Citizenship (CC). Die „Unternehmensbürgerschaft“ steht dafür, dass Unternehmen wie Bürgerinnen und Bürger agieren. Sie helfen bei der
Realisierung sozialer Projekte in ihrem Umfeld. Ihr Engagement geht weit über die normale Geschäftstätigkeit hinaus und ist
sozial, kulturell oder ökologisch ausgerichtet.
Die Projekte finden in der Regel in Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden, Vereinen oder Stiftungen statt. Ziel ist die Verbesserung
der sozialen Infrastruktur. Oft geht es auch darum, die Öffentlichkeit für eine soziale (Not-)Lage zu sensibilisieren. Im
Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Caritas gelingt dies immer wieder. Beide Seiten bringen ihr Know-how und ihre Stärken
ein, um das Ziel gemeinsam zu erreichen – Geld spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Die Projekte sollen nachhaltig Wirkung
zeigen. Deshalb sind Corporate Citizenship-Partnerschaften oft mittel- und langfristig angelegt.
Einblicke in eine andere Welt – Corporate Volunteering
Ein häufig angewandtes Instrument der Corporate Citizenship ist das Corporate Volunteering, das gemeinnützige Arbeitnehmer-Engagement. Mitarbeiter der Unternehmen helfen für eine bestimmte Zeit bei einem sozialen Projekt, zum Beispiel bei der Renovierung eines Essenstreffs für Obdachlose. Sie arbeiten dabei Hand in Hand mit den Caritas-Mitarbeitern und kommen mit Menschen in Kontakt, denen die Caritas hilft. Immer häufiger hospitieren auch die Führungskräfte in sozialen Einrichtungen. Sie erhalten dabei Einblicke in eine andere Arbeitswelt und die erweitern ihre sozialen Kompetenzen.
